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Zipper - Zuschneiden - Zwiebelmuster -

  Zipper
    Andere Bezeichnung für Reißverschluss.

  Zuschneiden
    Beim Zuschneiden den Stoff nicht in Querrichtung dehnen. Achte auf den Maschenlauf. Wie beim Selbstgestrickten laufen die Maschen in Längsrichtung. Der in den Schnittteilen eingezeichnete Fadenlauf entspricht dem Maschenlauf und muss beim Aufstecken der Schnittteile parallel (in gleichmäßigem Abstand) zu den Längskanten des Stoffes verlaufen. Rings um die Papierschnittkanten die Naht- und Saumzugaben mit Schneiderkreide aufzeichnen.
    Beim Zuschneiden der einzelnen Teile eines Schnittmuster geht manchmal (je nach dem wie man sich anstellt) ziemlich viel Stoff verloren. Das ist schade und bei teuren Stoffen auch ärgerlich. Deshalb empfiehlt es sich, erstmal die Teile aus Zeitungspapier zuzuschneiden, dann kann man sie so lange auf dem Stoff hermrumschieben, bis man wenig Abfall hat. Dabei aber unbedingt drauf achten, dass der Stoff eine Webrichtung hat.

  Zwiebelmuster
    Das klassische ~ bezeichnet ein aus großen, gewellten Blättern-, Blütenranken und zwiebelähnlichen Formen stilisiertes Pflanzendekor in blauer Unterglasurmalerei. Dieses Dekor wurde 1738/39 von dem Meißener Porzellanmaler J. D. Kretschmar entwickelt. Dabei täuscht der Name Zwiebelmuster: denn für diesen Stil dienten einst chinesische Granatapfel- und Päonienmotive als Vorbild. Eine Zeitlang war auch purpurfarbenes Zwiebelmuster sehr beliebt. Es wurde von zahlreichen anderen Manufakturen für Fayence-, Steingut- und Porzellanwaren übernommen, das Dekor jedoch nicht von Hand aus gemalt, sondern mit Schablonen oder im Umdruckverfahren hergestellt.

Tafelgeschirr mit Zwiebelmuster wird auch heute noch produziert; oft in spätbarocken Formen, die sich in eine zeitgemäße Umgebung nahtlos einfügen.

Als Bürgerliches Zwiebelmuster bezeichnete man die einfachere und daher meist preislich günstigere Strohblumenvariante, dessen charakteristisches Hauptornament aus vier ineinander verschlungenen Kreisen besteht, die durch einen fünften als Mittelpunkt wirkenden, kleineren Kreis blütenförmig zusammengehalten werden. Eingefaßt wird es von strohhalmartigen Ranken, die in stilisierten Ähren enden.

Eine weitere hieraus entwickelte Form ist das Indisch Blau, das es erst seit ca. 1920 gibt. Hierbei handelt es sich um ein mit Stempeln bzw. Gummimatritzen aufgedrucktes Dekor. Zu Zeiten der DDR wurde sehr viel aus ostdeutscher Produktion in die Niederlande exportiert. So entwickelte sich die Bezeichnung Blauw Saks: SAKS heißt auf holländisch "Sachse" und blauw steht für die Farbe "Blau".



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