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Sashiko - Schnittmuster - Schnittmusterpapier - Schnittmustersoftware - Stärken - Stickdichte -

  Sashiko
    Früher stopften Japanerinnen mit dieser ausgesprochen schönen Stepptechnik die Arbeitskleidung. Heute gilt ~ als Stickerei für wunderschöne Textilien, Dekos und Gebrauchsgegenstände.
    Zu dieser Arbeit werden - anders als beim Quilten - nur 2 Lagen Stoff verarbeitet, das Oberteil und das Futterteil. Es kommt keine Füllung dazwischen, kein Vlies oder Molton. Die beiden Stofflagen werden - wie beim Quilten - durch den Steppstich mit einer eingefädelten Nadel verbunden. Dies könnten wir ja auch einfach mit geraden Nähten machen? Nur in den wunderschönen Formen und Mustern gewinnt das fertige Stück natürlich sehr an Optik. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er eher traditionsbewusste Muster wählt oder Muster nach seinem persönlichen Geschmack. Bestimmend für Sashiko ist, dass es immer bläuliche Stoffe sein sollten, die mit einem weißen Garn bestickt werden. Ideal dazu geeignet sind dunkelblaue Leinen- oder Baumwollstoffe.
    Schöne Muster für Sashiko findest du bei uns hier!

  Schnittmuster
    Das ~ ist der Fahrplan - ganz gleich, ob Hobby- oder Profischneider - für die Anfertigung einer maßgeschneiderten Kopie eines Bekleidungsstückes. Insofern spricht man bei einem lediglich nach Augenmaß und Designervorgaben gefertigtem Stück vom Unikat. Für den Fall der Weitergabe an Dritte zum Nacharbeiten ist das Schnittmuster unabdingbar.

  Schnittmusterpapier
    Dünnes Seidenpapier, dass so reißfest ist, dass sich das aufgedruckte Schnittmuster mit einem gezahnten Rädchen auf den Stoff übertragen lässt. Die Praxis mit Packpapier und Durchradeln auf Velourteppich funktioniert zum Schablonieren jedoch besser.

  Schnittmustersoftware
    Der Computer macht auch vor den Schnittmustern nicht halt. Was bei Schnittbögen aus Magazinen noch rausgefummelt werden muss, lässt sich zeit- und kostensparend als digitalisiertes Schnittmuster auf dem eigenen Bildschirm öffnen und ausdrucken. Ein ständig wachsendes Angebot lässt sich problemlos an die eigene bzw. andere Figuren anpassen. Einfach neue Maße eingeben, neu berechnen lassen und neu ausdrucken. Fertig ist der Schnitt für eine Maßanfertigung. Da macht Selbernähen wieder Spaß und die Projekte zum Sticken gehen nie mehr aus! Innerhalb der Stickerlei-Gruppe bevorzugen wir die Schnittmustersoftware 'Patternmaker'.

ClipArt.com

  Stärken
    "Zum Stärken (Steifen) der großen Wäsche nimmt man zwar gewöhnlich Kartoffelstärke, weil Reis- und Weizenstärke zu hoch (=teuer) kommt; letztere ist jedoch die beste, da sie schön weiß bleibt und sich beim Bügeln nicht an das Eisen klebt. Um das Ankleben zu vermeiden und um der Wäsche Glanz zu verschaffen, gibt man auch etwas weißes Wachs in das Wasser und kocht die mit kaltem Wasser erweichte gesprudelte Stärke unter beständigem Sprudeln erst ein, wenn sich das Wachs im siedenden Wasser aufgelöst hat (Für je 1 Liter Wasser nimmt man 1/2 dag Wach und 15 dag Stärke. Im Winter gibt man auch etwas Kochsalz in das Wasser, wodurch die Wäsche weißer wird). Man lässt die Stärke dann auf mäßiger Hitze sieden, bis sich Blasen bilden, denn wenn man sie zu wenig kocht, hat sie keine Kraft und bei zu vielem Kochen wird sie wieder dünn; darauf sprudelt man sie tüchtig, bis sie etwas abgekühlt ist, drückt sie dann durch ein Tuch von leichtem Gewebe in eine Schüssel und taucht die noch feuchten Wäschestücke nacheinander ein, solange die Stärke noch warm ist, weil sie besser in das Gewebe dringt. Wenn man die Stärke kalt verwendet oder wenn die Wäsche trocken eingestärkt wird, bekommt das Gebügelte patzige Stellen. Wenn ein Stück ganz oder teilweise (wie z.B. bei Herrenhemden, Kragen, Brist und Manschetten) eingetaucht und ausgedrückt ist, so klopft man jedes gut zwischen den Händen und hängt es zum Trocknen an einen sonnigen Ort, im Winter jedoch in eine warme Küche oder ein Zimmer, weil durch langsames Trocknen sowie durch Frieren die Stärkwäsche weich wird. Oder man schlägt die gestärkten Stücke in ein altes Leintuch, klopft sie damit und lässt sie dann in andere Tücher fest eingedreht abliegen, bis man sie am nächsten Tag bügelt.
    Man stärkt zuerst die feinsten oder jene Stücke, welche am meisten gesteift werden sollen, weil die Stärke durch den Gebrauch immer dünner wird. Soll jedoch etwas von feinerem Stoffe z.B. Krägen, Manschetten o.dgl., sehr steif werden, so mischt man rohe Reisstärke mit Wasser aufgelöst zur noch warmen gekochten und taucht die bereits getrockneten Stücke nochmals ein, schlägt das Wäschestück zusammen, damit sich die Stärke einzieht und wischt es dann vor dem Bügeln mit einem trockenen Tuche fest ab. Durch dieses fest Abwischen wird das Wäschestück auch zugleich schön glatt. Stücke, welche steif sein sollen, darf man auch nicht mit purem Wasser einfeuchten, wenn sie getrocknet sind, sondern man mischt dem Wasser Stärke, sowie etwas Waschblau (Bogenbleeb und Ultramarin gemischt) bei, bespritzt sie auf der Kehrseite, dreht sie zusammen und lässt sie gleichmäßig anziehen." (Quelle: Anleitungen zu den häuslichen Geschäften, Katharina Prato, 7. Aufl. 1899, Verlagsbuchhandlung Styria, Graz)

 

Patternmaker DEMO-Schnitt
Den Freeware-Schnitt dieser Damenjacke 'G0641.PAT' kannst Du problemlos auf Deine Maße bringen und ausdrucken. Weitere Schnittmuster findest Du hier!

 



    Wer selbstgestickte Spitzen dauerhaft stärken möchte und mit dem Effekt von Sprühstärke nicht zufrieden ist, greift lieber auf ein ebenso altes Rezept zurück:
  • Zum Stärken 25 g Gummiarabicum in 250 ml kochendem Wasser auflösen und abkühlen lassen.
  • Spitze in die Lösung tauchen und trocknen lassen.
  • Bei niedriger Stufe mit einem darüber gelegten Mulltuch bügeln

  Stickdichte
    Die ~ bestimmt, wie eng die Fäden in einem Muster nebeneinander liegen und bezeichnet genau genommen den Abstand zwischen zwei in dieselbe Richtung laufenden Stichreihen. Die Stichabstandswerte sind von der Formbreite abhängig. Der einzugebene Wert stellt den maximalen Abstand dar, der beim breitesten Teil der Form angewandt wird. Sollte die Form schmaler werden, so wird der Abstand auch entsprechend reduziert. Der voreingestellte Standardwert in den meisten Punchsystemen liegt bei 0.40 mm.  

Bei der normalen Standard-Garnstärke 40 liegt die kleinste Höhe für Blockbuchstaben bei 6-7 mm. Mit Garnen der Stärke 60 kann man die Höhe bis auf ca. 3 mm reduzieren, ohne an Lesbarkeit zu verlieren. Dies erfordert jedoch beim Digitalisieren entsprechende Einstellungen. Gleiches gilt für Stickereien, die für Wollgarn präpariert werden - allerdings in umgekehrter Richtung: Hier muss das Muster stark vergrößert werden, damit sich die Stickdichte in der Datei entsprechend erhöht bzw. im Muster weniger Fäden liegen.  

Für die einzelnen Garnstärken haben sich in der Praxis folgende Beispielwerte bewährt:

Stärke Änderung in % Stiche
120/2 o. 40er 0 % 10.000
330/2 o. 12er + 25% 7.500
30er + 12% 8.800
60er - 15% 11.500


Arbeiten



 

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